Gasthermen benötigen für die Verbrennung eine ausreichende Luftzufuhr, die sie der Umgebungsluft entnehmen. In modernen Gebäuden ist diese ausreichende Luftzufuhr aufgrund von Dämmmaßnahmen an Fenstern und Türen bei raumluftabhängigen Gasfeuerstätten oft nicht sichergestellt, was die Funktion der Heizung beeinträchtigen kann. Der einwandfreie Betrieb der Gasgeräte ist nur dann gegeben, wenn die Abgase störungsfrei ins Freie geleitet werden. Tritt Abgas aus der Anlage aus, kann dies zu einem erheblichen Sicherheitsrisiko für die Bewohner werden.
Mit 27.10.2012 trat die Gesetzesnovelle zum Wiener Feuerpolizei-, Luftreinhalte- und Klimaanlagengesetz in Kraft, in der – unter anderem – einmal im Jahr die Überprüfung der ausreichenden Verbrennungsluftzuführung vorgeschrieben ist. Die verschiedenen Überprüfungsmethoden sind in der ÖVGW Richtlinie G K62 festgelegt. Insbesondere die Luftzahlmessung bietet ein besonders einfaches Verfahren zum Nachweis der ausreichenden Verbrennungsluftversorgung, das sich auch in engen Aufstellräumen gut durchführen lässt. Es ist daher in Großstädten wie in Wien besonders praktikabel.
Die Wöhler Abgasanalysegeräte entsprechen den gesetzlichen Anforderungen, um die Luftzahlmessung sicher und zuverlässig durchzuführen. Es muss einfach die Mehrlochsonde ans Gerät angeschlossen werden. Mit dieser Sonde wird über den gesamten Rohrdurchmesser gemessen. Auf diese Art ermittelt das Wöhler A 450 oder das Wöhler A550 ein repräsentatives Ergebnis, obgleich die Gase und Schadstoffe im Abgasrohr nicht gleichmäßig verteilt sind. Die gemessene Luftzahl wird anschließend mit einer Grenzluftzahl verglichen. Ist sie größer oder gleich der Grenzluftzahl, kann eine Rückstaugefährdung der Anlage ausgeschlossen werden.
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