Es muss zu jeder Zeit sichergestellt sein, dass der Feuerstätte genügend Verbrennungsluft zugeführt wird. Wird z.B. gleichzeitig eine Dunstabzugsanlage betrieben, kann ein zu großer Unterdruck im Raum entstehen und somit einen Abgasrückstau verursachen.
Der Einsatz eines Dichtheitsprüfgeräts ermöglicht die Durchführung eines ausführlichen 4 Pa-Tests.
Für den sicheren Betrieb von Feuerstätten darf der maximale Unterdruck 4 Pa betragen (bei raumluftunabhängigen Feuerstätten 8 Pa). Ob genügend Verbrennungsluft vorhanden ist, lässt sich messtechnisch durch den 4 Pa-Test nachweisen. Der 4 Pa- Test kann sowohl durch das vereinfachte Verfahren als auch durch das ausführliche Verfahren erfolgen. Der messtechnische Nachweis ausreichender Verbrennungsluftversorgung wird durchgeführt bei
Zur Durchführung des ausführlichen Verfahrens wird ein Dichtheitsprüfgerät mit integriertem Feinstdrucksensor benötigt. Mit zwei gleich langen, flexiblen Kapillarschläuchen wird der Differenzdruck zwischen Aufstellraum und Außenluft oder Treppenhaus erfasst, während das Dichtheitsprüfgerät einen konstanten Volumenstrom (abhängig von der Nennwärmeleistung und der Außentemperatur) in die Abgasanlage fördert.
Zunächst müssen alle Fenster und Außentüren geschlossen werden. Anschließend wird das Verbindungsstück der Feuerstätte entfernt und der Kunststoffschlauch des Messgeräts mit einem geeigneten Abdichtelement an die Abgasanlage angeschlossen. Das andere Ende des Kunststoffschlauchs wird mit dem Dichtheitsprüfgerät verbunden. Nach Eingabe von Nennwärmeleistung und Außentemperatur werden die Kapillarschläuche aufgesteckt. Die Referenzkapillarleitung für die Außenluft wird mit dem negativen Druckanschlussstutzen des Messgerätes verbunden und nach draußen durch eine Fensterdichtung oder eine Türfalz verlegt. Der zweite Kapillarschlauch wird auf den positiven Druckanschluss aufgesteckt und verbleibt ungekürzt im Aufstellraum.
Nach dem Start des 4 Pa-Tests erscheint der Druckverlauf im Display des Messgerätes als Diagramm. Zunächst werden das Fenster/die Tür für 30 Sekunden geöffnet, um die Nulllinie zu registrieren. Danach werden das Fenster/die Tür für 30 Sekunden geschlossen, wobei sich ein Unterdruck einstellt. Dieses Procedere wird mindestens drei Minuten lang abwechselnd durchgeführt.
Wenn der Druckabfall durch das Öffnen und Schließen des Fensters nicht mehr als 4 Pa beträgt, wird der Feuerstätte unter den ungünstigsten Bedingungen genügend Verbrennungsluft zugeführt und die Betriebssicherheit der Feuerstätte gilt als gewährleistet.
Zusammenfassung:
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