Neuinstallierte Trinkwasserleitungen müssen nach ÖNORM EN  806-4, ÖVGW 6023 und dem ZVSHK Merkblatt nach Abschluss der Arbeiten einer Dichtheits- und Belastungsprüfung unterzogen werden.

Durchführung der Belastungsprüfung

Unmittelbar nach bestandener Dichtheitsprüfung ist die Belastungsprüfung der Trinkwasserleitung durchzuführen. Dabei ist die komplette Belastungsprobe der Rohr- und Formstücke vorzunehmen. Außerdem muss die komplette Rohrleitung dabei einer Sichtprüfung unterzogen werden. Die Leitungen befinden sich immer noch im Rohbauzustand. Bei Leitungen bis DN 50 beträgt der Prüfdruck 0,3 MPa (3 bar). Leitungen DN 50 bis DN 100 maximaler Prüfdruck von 0,1 MPa (1 bar). Die Anpassungszeit zwischen Prüfmedium und Umgebungsluft beträgt 15 Minuten. Die Prüfzeit beträgt 10 Minuten mit gleichzeitiger Sichtprüfung.

Während der Prüfung darf kein Druckabfall am Messgerät feststellbar sein, erst dann ist die Prüfung bestanden.

Durchführung

Die Trinkwasserleitung wird mit einem geeigneten Prüfstopfen (z.B. Hochdruckstufenstopfen) verschlossen. Über den Dichtheitsprüfverteiler wird die Trinkwasserleitung dann mit dem positiven Druckanschluss des Messgerätes verbunden. Der Prüfdruck wird über den Dichtheitsprüfverteiler mit einer externen Pumpe aufgebaut. Um Gefahr durch Überlast zu vermeiden, hat das Wöhler Dichtheitsprüfset serienmäßig ein Überdruckventileingebaut. Dadurch werden sowohl für den Nutzer, als auch für das Messgerät Gefahren durch abplatzende Schläuche bzw. Überlastung des Sensors sicher vermieden. Ist der Prüfdruck erreicht, startet das Wöhler M 603 Druckmessgerät die 15-minutige Stabilisierungsphase automatisch, wobei der Druckverlust im Display über die gesamte Messdauer verfolgt werden kann. Nach Ablauf der Stabilisierungsphase beginnt automatisch die Messphase. Die Leitungsanlage muss am Ende der Prüfung gefahrenfrei über den Dichtheitsprüfverteiler entspannt werden.

Während der Prüfung darf kein Druckabfall am Messgerät feststellbar sein, erst dann ist die Prüfung bestanden.

Dokumentation

Die Protokollierung des Messergebnisses ist verpflichtend vorgeschrieben. Das Formblatt dazu befindet sich im Anhang des ZVSHK Merkblatt „Dichtheitsprüfungen von Trinkwasser-Installationen mit Druckluft, Inertgas oder Wasser“. Dazu kann ein Ausdruck sofort mit dem Thermoschnelldrucker erfolgen. Alternativ können die Werte auch im Gerät gespeichert und zur dauerhaften Dokumentation und Auswertung per USB an die Wöhler-PC-Software übertragen werden. Das Wöhler M 603 Druckmessgerät führt gezielt durch die Messaufgaben und unterstützt bei der Durchführung der Messung.

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