Insbesondere ausreichende Luftvolumenströme in Übereinstimmung mit den Auslegungs- und Planungsdaten der Lüftungsanlage sind zur Sicherstellung einer guten Raumluftqualität entscheidend. Aus diesem Grund ist es notwendig eine regelmäßig messtechnische Kontrolle (Durchflussmessung) durchzuführen. Es gibt verschiedene Messverfahren zur Volumenstrommessung von Lüftungsanlagen an Luftdurchlässen. Zu den häufig angewendeten Verfahren gehören die Schleifenmessung, die Differenzdruckmessung sowie die Trichtermessung. Abhängig von der Einbausituation sowie der Form und Zugänglichkeit der Luftdurchflüsse ist die Wahl des Durchflussmessverfahrens, welches angewendet wird um den Volumenstrom an Luftdurchlässen zu bestimmen.
Es können folgende Messelemente zusammen mit einem Messtrichter zur Trichtermessung verwendet werden:
Die Trichtermessung am Luftdurchlass erfordert bei der Messung mit Punktsonden (Thermoanemometer, Staurohre) eine exakte Positionierung der Sonde in der Mitte des Messtrichters, da dies einen großen Einfluss auf die Messgenauigkeit hat. Diese Messelemente sind angewiesen auf ein homogenes (laminares) Strömungsprofil. Dieses stellt sich aber abhängig vom Luftdurchlass und der Trichtergeometrie nicht immer ein. Messelemente, die über den gesamten Trichterquerschnitt messen (Hitzedrahtanemometer als Flächensonde, Flügelradanemometer mit aufgesetztem Messtrichter) bieten bei der Trichtermessung an Luftdurchlässen ein genaueres Messergebnis als Punktsonden.
Mit einem Flügelradanemometer lassen sich auch Schleifenmessungen ohne Messtrichter durchführen. Zudem erkennen gute Flügelradanemometer automatisch, ob ein Messtrichter aufgesetzt wurde oder nicht. Da die Korrekturfaktoren der Trichter bereits im Messgerät hinterlegt sind, können sofort die exakten Messergebnisse geliefert werden. Das spart dem Anwender vor Ort wertvolle Zeit.
Damit der gesamte Volumenstrom durch die Messhaube fließt, wird diese bei der Trichtermessung dicht auf den Luftdurchlass gesetzt. Das Messelement ist in der Regel an der Stelle des kleinsten Querschnitts im Trichter bzw. der Messhaube platziert. Der Volumenstrom (V) ist nach der Kontinuitätsgleichung abhängig von der Fläche (des Messtrichters) (A) und der Strömungsgeschwindigkeit (v) [V=A*v]. Der Volumenstrom in m/s oder m³/h wird direkt am Messgerät angezeigt, da die Durchlassfläche des Messtrichters bekannt ist und die Messelemente die Luftgeschwindigkeit ermitteln. Anschließend können die Ergebnisse mit den Auslegungsdaten verglichen und eine Bewertung der entsprechenden Volumenströme vorgenommen werden. Es sollte die Einstellung der Lüftungsanlage optimiert und gegebenenfalls auch eine Gesamtvolumenstrommessung an der Lüftungszentrale vorgenommen werden, falls die Volumenströme am Luftdurchlass nicht mit den Auslegungs- und Planungsdaten übereinstimmen.
Damit parallel eine Aussage über die Luftqualität erfolgen kann, sollte sinnvollerweise zeitgleich mit der Trichtermessung auch die Temperatur, relative Feuchte und ggf. der CO2-Gehalt der ein- und ausströmenden Luft und den der CO2-Gehalt der Raumluft gemessen werden. Mit einem entsprechenden Flügelradanemometer lässt sich dies einfach und schnell umsetzen.
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