Professionelle Leckageortung im Abwasserbereich: Der richtige Umgang mit der visuellen Inspektion

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Ein Blick in das Rohrinnere verrät vieles, wenn man weiß, worauf es ankommt.

Die Leckageortung hat sich in den letzten Jahren zu einem bedeutenden und lukrativen Zusatzgeschäft für das ausführende SHK-Handwerk entwickelt. Zudem erkennen immer häufiger auch Quereinsteiger das Potenzial der Dienstleistung. Von verschiedenen Seiten gefragt ist die visuelle Inspektion von Abwasserrohren mit entsprechenden Kamerasystemen. Die Gründe von Inspektionsanfragen in diesem Segment sind durchaus vielfältig. Wiederkehrende Verstopfungen, Leckagen durch Asteinwüchse oder Überprüfungen von in die Jahre gekommenen Entwässerungssystemen sind nur einige. Umso wichtiger sind genaue Kenntnisse über die eingesetzten Geräte und fundiertes Fachwissen über die zu inspizierenden Umgebungen.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Zumindest wenn man es deuten kann. Eine genaue Analyse darüber, was man sieht und woher die Ablagerungen kommen, ist die Basis der Arbeit.
Musste früher noch die Bausubstanz zerstört werden, um sich Stück für Stück der Leckage oder der Verstopfung zu nähern, helfen heute moderne Geräte und Methoden – wie hier die Inspektion mittels Endoskopie.
Auch die Inspektionsgeräte sollten einen gewissen Standard erfüllen. Beispielsweise sollte der Kamerakopf schwenkbar und mit einer LED-Beleuchtung ausgestattet sein.
Nichts bleibt verborgen: Die Position der Kamera lässt sich bei Wöhler Geräten mittels optional erhältlichem Wöhler L 200 Locator zentimetergenau bestimmen.
Wer die richtigen Geräte nutzt und das nötige Knowhow besitzt, der kann seinen Kunden eine effiziente und moderne Dienstleistung anbieten.
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Leitungswasserschäden stellen in Deutschland einen erheblichen Anteil der von Versicherungen regulierten Schadensfälle dar. Zwischen 2002 und 2021 belief sich der gesamte Schadenaufwand in der Wohngebäudeversicherung laut einem Bericht des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) auf etwa 94 Milliarden Euro, wobei fast 45 Milliarden Euro auf Leitungswasserschäden entfielen. Die Nachfrage nach professionellen Leckageortungen steigt kontinuierlich. Für SHK-Betriebe und Quereinsteiger ergeben sich daher attraktive Geschäftsmöglichkeiten. Zudem profitieren die Betriebe von einer engeren Kundenbindung, da Hauseigentümer, Verwalter und Industrieunternehmen bei Schäden auf eine schnelle und professionelle Problemlösung angewiesen sind.

Leitungswasserschäden stellen in Österreich einen erheblichen Anteil der von Versicherungen regulierten Schadensfälle dar. Im Jahr 2022 belief sich der gesamte Schadenaufwand in der Wohngebäudeversicherung laut einem Bericht des Verbands der Versicherungsunternehmen Österreichs (VVO) auf etwa 120 Millionen Euro.

Die Nachfrage nach professionellen Leckageortungen steigt kontinuierlich. Für SHK-Betriebe und Quereinsteiger ergeben sich daher attraktive Geschäftsmöglichkeiten. Zudem profitieren die Betriebe von einer engeren Kundenbindung, da Hauseigentümer, Verwalter und Industrieunternehmen bei Schäden auf eine schnelle und professionelle Problemlösung angewiesen sind.

Rohrleitungsschäden entstehen in den unterschiedlichsten Bereichen. Neben dem Heizungs- und Trinkwasserbereich fällt ein Großteil in den Entwässerungssektor. Häufige Schadensbilder sind dort u.a. auf Materialermüdung (z.B. durch Korrosion), Installationsfehler oder mechanische Beschädigungen zurückzuführen. Neben Kosten entstehen so strukturelle Beeinträchtigungen des Gebäudes bis hin zu gesundheitlichen Risiken durch Schimmelbildungen aufgrund von länger anhaltenden Leckagen und den daraus resultierenden Wasseransammlungen im Mauerwerk. Überdies zeigen Berichte, dass extreme Wetterereignisse wie Starkregenereignisse und Überschwemmungen in den letzten Jahren zu einer erhöhten Anzahl von Schadensfällen geführt haben. Gründe dafür stellen, neben einer für solche Fälle unzureichende Dimensionierung der Entwässerungsleitung, Verunreinigungen und Asteinwüchse dar.

Solche oder ähnliche Schadensbilder sind immer häufiger anzutreffen. Daher hat das Geschäftsfeld ein hohes Potenzial. Wer allerdings die Leckageortung auf die leichte Schulter nimmt und der Meinung ist, es ginge lediglich um das Aufspüren von leicht zu findenden Löchern, der irrt und wird schnell an Grenzen stoßen. Denn die Dienstleistung verlangt weitaus mehr. Selbstverständlich ist die präzise Lokalisierung der Undichtigkeiten oberstes Ziel, ohne den Baukörper unnötig zu schädigen. Doch allein diese Aufgabe braucht ein geschultes Auge und Übung. Zudem gehört zu einer professionellen Umsetzung eine detaillierte Analyse der Ursache, um weitere Leckagen und auch Verstopfungen zu verhindern. Ein maßgeblich am Erfolg beteiligter Faktor ist daher, neben qualitativ hochwertiger und moderner Diagnosetechniken, ein breites Fachwissen.

Technologien und Methoden

Musste früher noch die Bausubstanz zerstört werden, um sich Stück für Stück der Leckage oder der Verstopfung zu nähern, helfen heute moderne Geräte und Methoden. Die Auswahl des richtigen Diagnoseverfahrens hängt von mehreren Faktoren ab, darunter die Art der Leitung, das Medium im System und die baulichen Gegebenheiten. Zudem sollte auch immer das Kosten-Nutzen-Verhältnis entsprechend der Situation abgewogen werden. Letztlich entscheidet, neben einem erfolgreichen Ergebnis und dem Auftreten gegenüber dem Kunden, der Rechnungsbetrag darüber, ob es sich um eine einmalige Dienstleistung handeln wird oder um eine über Jahre bestehende Geschäftsbeziehung. Daher ist eine genau geplante und situationsgerechte Vorgehensweise, also die Begutachtung der örtlichen Gegebenheiten und die Wahl von darauf abgestimmten Methoden, unumgänglich. Je nach Gebäude und Schadensbild ist entweder ein Ortungsverfahren ausreichend oder mehrere in Kombination. Gängige Methoden sind u.a. die Thermographie, die Kamerainspektion sowie Schall- und Tracergas-Verfahren.

Im Bereich der Entwässerungssysteme hat sich die visuelle Inspektion des Rohrinneren als effiziente Methode etabliert, um die es nachfolgend geht. Mit moderner Kameratechnik können selbst schwer zugängliche Bereiche inspiziert und kleinste Leckagen erkannt werden. Zudem hilft sie dabei, Ablagerungen frühzeitig zu erkennen. Damit die „Begehung“ erfolgreich umgesetzt werden kann, sollten einige Punkte Beachtung finden. Zunächst ist die Wahl des geeigneten Equipments entscheidend, denn je nach Hersteller besitzen die Geräte verschiedene Eigenschaften. Bei der Auswahl sollte darauf geachtet werden, dass die flexible Kamerastange eine für die Einsatzzwecke ausreichende Länge besitzt. Um alles in das Sichtfeld zu bekommen, ist ebenfalls ein dreh- und schwenkbarer Kamerakopf von Vorteil. Mit ihm lassen sich auch schwer zugängliche Bereiche einsehen. Das ist wichtig, um schwer auffindbare Leckagen an der oberen Rohrwand zu lokalisieren, die leicht übersehen werden bzw. gar nicht begutachtet werden können.

Eine hohe Auflösung der Bildgebung ist selbsterklärend, um möglichst viele Details zu erfassen. Die Lichtverhältnisse spielen ebenfalls eine wichtige Rolle, weshalb die Kameraköpfe meist mit einer integrierten LED-Beleuchtung ausgestattet sind. Wer unliebsame Überraschungen bei der späteren Video- oder Bildsichtung auf dem Monitor im Büro vermeiden will, der sollte auf ein größeres Display mit hoher Auflösung am Gerät setzen. Somit lassen sich selbst kleinste Details bereits direkt vor Ort erfassen und auswerten. Generell sollten die aufgenommenen Bilder und Videos zur späteren Analyse und zur Kommunikation mit dem Kunden gespeichert werden können. Eine Kommentarfunktion am Gerät erleichtert überdies die direkte Dokumentation von Auffälligkeiten während des Einsatzes. Am effektivsten sind Videosysteme, die ganz auf das Büro verzichten und den Schadensbericht noch direkt vor Ort erstellen können. So lassen sich dem Kunden und ggf. der Versicherungsgesellschaft direkt alle wichtigen Daten ohne Bearbeitungszeit übermitteln. Das sorgt für eine positive Serviceempfindung des Kunden und schafft Vertrauen.

Ein Produktbeispiel, das alle nötigen Attribute abdeckt, ist die neue Wöhler VIS 750 HD-Inspektionskamera . Mit ihrer hochauflösenden HD-Kamera erfasst sie gestochen scharfe Bilder und Videos in Farbe, zur präzisen Inspektion. Das Wechselkopfsystem ermöglicht einen schnellen Wechsel zwischen dem 40 mm und dem 26 mm Kamerakopf. Der 40 mm wasserdichte (IP 67) dreh- und schwenkbare Kamerakopf ermöglicht eine flexible 360°-Untersuchung, während der 26 mm Miniaturkamerakopf (IP 68) für kleinere Rohrquerschnitte geeignet ist. Um immer die zentimetergenaue Position des Kamerakopfes zu bestimmen, beispielsweise bei Grundleitungen, bietet Wöhler den Wöhler L 200 Locator an. Dank des großzügigen Touchscreens am Monitor und dem intuitiv steuerbaren Joystick gelingt eine einfache Kameraführung. Somit stellen auch schwer zugängliche Stellen, wie sie vorherig beschrieben wurden, kein Problem dar. Überdies ermöglicht ein einstellbarer Schärfebereich gestochen scharfe Bilder inkl. Messungen von Distanz und Durchmesser. Die abnehmbare Frontklappe des Monitors dient zudem als integrierter Blendschutz und schützt vor störenden Lichtreflexionen. Eine Kommentarfunktion ermöglicht es, während der Inspektion Beschreibungen oder Sprachnotizen zu den aufgenommenen Fotos und Videos hinzuzufügen. Auf dem 7-Zoll-TFT-Display im 16:9-Format mit einer Auflösung von 1280 x 800 Pixeln lassen sich alle Auffälligkeiten gut lokalisieren. Die Länge der flexiblen Kamerastange beträgt je nach Ausstattung 40 oder 60 Meter. Somit ist das Gerät für nahezu alle Inspektionsbereiche einsetzbar.

Die Wöhler VIS 750 HD-Inspektionskamera lässt sich auch mit der kostenlosen Wöhler Video Inspektion App auf Smartphone oder Tablet verbinden. Somit kann der Kunde die Inspektion live verfolgen. Ebenfalls lassen sich diverse Einstellungen vornehmen und die Dokumentation mit vollständigem Bericht direkt vor Ort anfertigen und an das Büro oder die Versicherung verschicken.

Das Basiswissen nicht vergessen

Wer ein Dienstleistungsgewerbe mit der Leckageortung im Entwässerungsbereich starten möchte, sollte das Umfeld kennen. Fachkenntnisse über Verlegerichtlinien und die einzelnen Abschnitte des Netzes sind unverzichtbar. Nur so lassen sich Rückschlüsse auf wiederkehrende Verstopfungen ziehen, beispielsweise durch falsch eingesetzte Bögen oder Abzweige. Zudem ist es für eine detaillierte Dokumentation u.a. unverzichtbar zu wissen, wo man sich gerade während der Inspektion befindet und welches Material eingesetzt wurde. Auskünfte über den allgemein anerkannten Stand der Technik geben z.B. die aktuellen Fassungen der ÖNORM B 2501, der ÖNORM EN 752 und der ÖNORM EN 12056 mit ihren jeweiligen Teilen. Allerdings ist die Ortung grundsätzlich ein Blick in die Vergangenheit. Der heute geltende Standard wird daher kaum zu finden sein. Dennoch ist ein Vergleich von bestehender Installation zu heutigem Standard ein Indiz für Schadensbilder, wie einer wiederkehrenden Verstopfung.

Die einzelnen Abschnitte des Entwässerungsnetzes sind klar definiert und sollten ebenfalls bekannt sein. Der Hausanschluss besteht in der Regel aus den Grundleitungen und dem Anschlusskanal, der das im und am Haus anfallende Abwasser zum öffentlichen Kanal ableitet. Grundleitungen sind im Erdreich oder in der Grundplatte des Hauses unzugänglich verlegte Leitungen, die das Abwasser dem Anschlusskanal zuführen. Der Anschlusskanal ist der Kanal zwischen dem städtischen Abwasserkanal und der Grundstücksgrenze bzw. der ersten Reinigungsöffnung auf dem Grundstück. Grundleitungen und Anschlusskanäle innerhalb des privaten Grundstücks sind generell vom Grundstückseigentümer zu bauen, zu warten und instand zu halten. Die entsprechenden Vorgaben finden sich in den jeweiligen Landeswassergesetzen der Bundesländer.

Integration der Leckageortung in den Betrieb

Um die Leckageortung erfolgreich als Zusatzgeschäft zu etablieren, ist eine strategische Umsetzung erforderlich. Die Anschaffung der notwendigen technischen Ausrüstung ist eine nicht zu unterschätzende Investition, die sich jedoch durch die neu entstehende Auftragslage amortisiert. Eine Beispielrechnung gibt Aufschluss zum Potenzial. Würden sich in einem Jahr 100 Einsätze generieren lassen, bei einem angenommenen Umsatz von durchschnittlich 120 Euro pro Anwendung, ergibt sich dadurch im Durchschnitt ein Jahresumsatz von 12.000 Euro. Wirft man einen Blick auf die herrschenden Schadensfälle, so sind diese Zahlen keinesfalls fiktiv. Es lohnt sich daher, die Dienstleistung zu etablieren. Einen genauen Aufschluss darüber kann jedoch nur eine individuelle Kalkulation geben.

Es muss auch nicht immer das High-End-Produkt sein. Unternehmen wie Wöhler bieten ebenfalls günstigere Geräte an mit dennoch hohen Qualitätsversprechen, wie das Wöhler VIS 700 HD-Inspektionssystem oder das Wöhler VE 400 HD-Video-Endoskop. Egal für was man sich entscheidet: Die fachliche Qualifikation ist das A und O. Regelmäßige Schulungen und Weiterbildungen sind essenziell, um die Technologien sicher und effizient einsetzen zu können. Akademien und Wissensforen bieten praxisnahe Programme an, die den Einstieg in dieses Geschäftsfeld erleichtern oder Tätigkeitsfelder erweitern. Informationen und eine Auswahl befinden sich beispielsweise ebenfalls auf der Wöhler-Seite.

Abschließend sollte auch die gezielte Vermarktung der Dienstleistung nicht unterschätzt werden. Eine professionelle Online-Präsenz, Kooperationen mit Versicherungen und Empfehlungen durch zufriedene Kunden tragen maßgeblich zum Erfolg bei. Bei der Integration helfen ebenfalls herstellende Unternehmen weiter. In der Regel bieten diese nicht nur professionelle Geräte, sondern halten durch ein Team von Spezialisten eine fundierte Expertise bereit. Eine Herstellersuche im Internet kann hilfreich sein. Indikatoren für einen wertvollen Partner sind ein breites Schulungsangebot, aktuelle Blog- oder Forums-Bereiche sowie eine persönliche Anlaufstelle, die individuell berät.

Die professionelle Leckageortung ist und bleibt ein zukunftsträchtiges Geschäftsfeld. Sie bietet Quereinsteigern eine Möglichkeit zur Selbstständigkeit oder ergänzt klassische Leistungsspektren im SHK-Betrieb. Angesichts steigender Anforderungen an die Gebäudeeffizienz und die zunehmende Komplexität moderner Rohrleitungssysteme, insbesondere in empfindlichen Industriezweigen, wird die Bedeutung dieses Bereichs aller Voraussicht nach weiter zunehmen. Betriebe, die frühzeitig auf dieses Geschäftsfeld setzen, sichern sich nicht nur Wettbewerbsvorteile, sondern stärken auch ihre Position als kompetenter Dienstleister in einem wachsenden Markt. Neben der akuten Ortung kann die Kamerainspektion perspektivisch auch zur Instandhaltung genutzt werden. Regelmäßige Begutachtungen ermöglichen es, potenzielle Schwachstellen frühzeitig zu identifizieren und gezielt Maßnahmen zu ergreifen, bevor es zu einem meist teuren Wasserschaden kommt. Besonders in älteren Gebäuden oder bei stark beanspruchten Leitungen im Industriebereich kann eine routinemäßige endoskopische Untersuchung dabei helfen, Ablagerungen und Verstopfungen rechtzeitig zu erkennen, Korrosions- oder Materialermüdungserscheinungen zu identifizieren und eine planbare sowie kostengünstige Reparatur zu ermöglichen. Wer diese Technik geschickt vermarktet, kann nicht nur akute Probleme lösen, sondern auch langfristig Schäden vermeiden und seinen Kunden eine effiziente und moderne Dienstleistung bieten.

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